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HP-JumpHost

eine automatisierte zentrale Zugriffsinstanz für externe Serverumgebungen.

Ubuntu Server WireGuard Docker VPS

Projektziel

Entwicklung einer vollautomatisierten und gehärteten JumpHost-Infrastruktur zur sicheren API-Anbindung externer Kundensysteme über einen zentralen, kontrollierten Zugangspunkt.

Ziel war die vollständige Entkopplung API-relevanter Kommunikationspfade vom Kundennetz sowie die drastische Reduzierung von Einrichtungs-, Support- und Wartungsaufwand durch Standardisierung und Automatisierung.

Technische Umsetzung

Infrastruktur & Architektur

  • Automatisierter Ubuntu-VPS als dedizierter Single-Tenant JumpHost
  • Bewusst für den Betrieb auf einem ressourcenschonenden Mikro-VPS ausgelegt
  • Einzige Voraussetzung ist eine im Paket enthaltene vorgelagerte Hoster-Firewall bei Anbietern
    wie z.B. STRATO, IONOS u.a.
  • Sichere bidirektionale Kommunikation über WireGuard-VPN
  • Reverse Proxy via Nginx Proxy Manager (Docker-basiert)
  • TLS-Terminierung und Zertifikatsmanagement
  • Vollautomatische Bereitstellung über eigenes Bash-Setup-Skript
  • Einsatz eines dedizierten /30-Tunnelnetzwerks mit exakt zwei Endpunkten
  • Hoster-Firewall als vorgelagerte Schutzinstanz

Sicherheitskonzept

  • Vollständige Entkopplung der API-Kommunikation vom Kundennetz
  • Verlagerung API-relevanter Kommunikationspfade in das Hoster-Rechenzentrum
  • Sicherheitskritische Zugriffe werden bereits durch vorgelagerte Hoster-Firewall-Systeme gefiltert
  • Keine eingehenden Portfreigaben auf kundenseitigen Consumer-Routern erforderlich
  • SSH-Härtung
    • Keyfile-only Login
    • deaktivierter Root-Login
    • dedizierter sudo-User
    • SSH-Port-Verlegung
  • Sicherheitsrelevante Parameter werden zufällig generiert
  • Nginx Proxy Manager Web-GUI ausschließlich über die interne Tunnel-IP erreichbar
  • Externe Zugriffe außerhalb des VPN-Tunnels technisch ausgeschlossen

Automatisierung

  • Automatische Installation und Konfiguration von
    • Docker
    • WireGuard
    • Unbound
    • unattended-upgrades
    • Watchtower
  • Dynamische Anpassung des WireGuard-Installers von Nyr per Skript
  • Automatische Erstellung von
    • Split-Tunnel-Konfigurationen
    • Full-Tunnel-Konfigurationen
    • Zugangsdaten- und Parameterübersichten

Tests & Validierung

  • WireGuard-Konnektivität (Split- und Full-Tunnel)
  • Reverse-Proxy- und API-Kommunikation
  • Prüfung typischer Angriffsvektoren
    • Passwort-Login via SSH
    • Root-Login
    • öffentliche Web-GUI-Erreichbarkeit
  • Validierung auf frisch bereitgestellten Instanzen

Wirtschaftlichkeit & Nutzen

  • Reduktion der Einrichtungskosten pro Kunde von
    • 1.520 € → 42,67 €
  • Verringerung des Setup-Aufwands von
    • 7,27 Arbeitsjahre → 0,15 Arbeitsjahre
  • Einsparungspotenzial bei 800 Kunden
    • ca. 1,18 Mio. €

Durch die vollautomatisierte Bereitstellung kann ein JumpHost innerhalb weniger Minuten reproduzierbar neu provisioniert werden – inklusive neuer Tunnelparameter und Sicherheitswerte.

Learnings

  • Sicherheitsarchitekturen für VPN- und Reverse-Proxy-Infrastrukturen
  • Automatisierung komplexer Linux- und Docker-Deployments
  • Netzwerksegmentierung und Tunnelarchitekturen
  • Hardening von SSH- und Serverumgebungen
  • Dynamische Konfigurationsanpassung per Bash und SED
  • Aufbau standardisierter Infrastrukturprozesse für heterogene Kundennetze
  • Angriffsfläche verlagern statt vergrößern – durch Zentralisierung sicherheitskritischer Zugriffe

Besonderheiten des Projekts

  • Single-Tenant-Ansatz zur Minimierung des Blast Radius
  • Ausschließliche Kommunikation über definierte Tunnel-Endpunkte
  • VPN-Tunnel aktiv vom Kundenserver initiiert → keine eingehenden Ports erforderlich
  • Modulare Architektur als Grundlage für zukünftige Infrastruktur- und Tunnelprojekte

Dateien zum Projekt

Projektpräsentation

Netzwerkdiagramm

Architekturübersicht

Verbindungsfluss

Automatisierter Setup-Ablauf

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